
Wasserbüffel als Landschaftsgestalter - wie Wasserbüffel Landschaften schaffen
Unsere Wasserbüffel leben in naturnahen Herdenverbänden ganzjährig auf der Weide. Vom frisch geborenen Kalb, über das Jungrind bis zur Mutterkuh sind alle Generationen gemeinsam unterwegs. Unser Bulle macht die Herde komplett und kümmert sich nicht nur darum, dass es Nachwuchs gibt, sondern nimmt auch an der Erziehung der Jungtiere teil.
Durch die ganzjährige Beweidung werden vielfältige Lebensräume, nicht nur für die Büffel geschaffen.
Auch im Winter wimmelt es nur so vor Insekten auf den Kothäufen der Büffel, die mit ihrer faszinierenden Verdauung selbst die magersten Wiesen „veredeln“. Die Insekten wiederum ernähren heimische Vogelarten, welche vor allem im Winter auf reichhaltige Nahrungsquellen angewiesen sind.
Mit ihrem Fraßverhalten gestalten die Büffel verschiedenste Nischen und Ebenen auf den Flächen. So entstehen abwechslungsreiche Landschaften, von der Kurzrasenweide, über höhere Grasbuschel, Sträucher und Schilfpartien bis hin zu Baumgruppen. Dies wiederum zieht nicht nur eine Vielfalt an Lebewesen an, sondern fördert teilweise auch das Wachstum seltener Pflanzen.
Durch die „Trittschäden“, welche die Tiere auf den Flächen hinterlassen schaffen sie ebenfalls kleine Lücken in denen sich wiederum gewisse Pflanzen und Tiere besonders wohl fühlen.
Meister sind die Büffel außerdem im Anlegen von Suhlen und kleinen Tümpeln, welche sie bevorzugt im Sommer an heißen Tagen aufsuchen und täglich neugestalten. Hier fühlen sich Amphibien wie die Gelbbauchunke und verschiedene wassergebundene Insekten besonders wohl.
Büffeln für Artenvielfalt - wieso Wasserbüffel?
Da Büffel mit feuchten Standorten gut klar kommen können sie auch auf wiedervernässten oder von Haus aus sehr feuchten Flächen gut leben, sofern sie auch Ausweichmöglichkeiten auf trockenere Stellen haben. Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass auf einigen Flächen auch ein Zusammenleben mit dem Biber möglich ist, welcher normalerweise aus landwirtschaftlichen Flächen weitestgehend verdrängt wird.
Mit dieser extensiven Weidehaltung gelingt es uns Landwirtschaft und Natur wieder in Einklang zu bekommen. Flächen die kaum bis gar nicht mit Maschinen befahrbar sind werden von den Büffeln von übermäßigem Bewuchs befreit und vielschichtig offen gehalten. Dies ist besonders wertvoll für die Biodiversität, da Gebiete, die stark und einseitig mit Schilf, Büschen oder Neophyten wie der Goldrute oder dem Springkraut bewachsen sind keinen vielfältigen Lebensraum für Flora und Fauna bieten.


Die Kreisläufe zu Ende denken – Wie wir Menschen Teil des Ganzen werden
Wiederkäuer haben die Fähigkeit das für uns Menschen nicht als Lebensmittel verwertbare Grünland - welches rund 70 % der Flächen im Allgäu ausmacht - in Milch, Fleisch und Dünger zu verwandeln.
An den Fladen unserer Büffel laben sich ganzjährig Insekten und Bodenlebewesen.
Die Milch geht direkt und vollständig vom Euter der Kuh zum Kalb.
Das Fleisch, welches anfällt wenn man Rinder in naturnahen Herdenverbänden inklusive Bulle halten möchte wird in regelmäßigen Abständen über unseren Verkauf vermarktet oder kann ab und an im Brauereigasthof Mohren in Leutkirch fertig zubereitet probiert werden.
So wird die Wertschöpfungskette rund und komplett.
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